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	<title>Die Hypothek, den Kredit auf das Haus, den kommerziellen Kredit</title>
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		<title>Der Staat als Hypothek</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 13:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ tf. Wien ⋅ Im abgelaufenen Kalenderjahr haben sich zwar auch südosteuropäische Aktienmärkte wie Zagrebs Börse wieder etwas Luft verschaffen können. Wie der Kursverlauf des kroatischen Leitindexes Crobex zeigt, fiel die Erholung mit einem Plus von knapp 15% aber weniger imposant aus als an den meisten westeuropäischen Börsenplätzen. Verantwortlich hierfür sind nicht zuletzt staatliche Hypotheken: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> tf. Wien ⋅ Im abgelaufenen Kalenderjahr haben sich zwar auch südosteuropäische Aktienmärkte wie Zagrebs Börse wieder etwas Luft verschaffen können. Wie der Kursverlauf des kroatischen Leitindexes Crobex zeigt, fiel die Erholung mit einem Plus von knapp 15% aber weniger imposant aus als an den meisten westeuropäischen Börsenplätzen. Verantwortlich hierfür sind nicht zuletzt staatliche Hypotheken: So kämpft die Regierung seit dem abrupten Versiegen ausländischer Kapitalzuflüsse mit schwacher Liquidität, und die strukturellen Probleme der heimischen Wirtschaft – etwa der aufgeblähte Staatsapparat, die hohe Aussenschuld und das überteuerte Renten- und Gesundheitssystem – hinterlassen auch auf dem Börsenparkett ihre Spuren.<br />
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Taumelnde Baubranche</p>
<p>Die grössten Verlierer des vergangenen Aktienjahres sind Kroatiens Bauunternehmen, die 16% des Crobex spiegeln und das Kalenderjahr mit schweren Kursverlusten abschliessen. Der Grund: Konfrontiert mit sinkenden Steuereinnahmen und budgetären Engpässen, hat die Regierung den Rotstift nicht zuletzt bei Infrastrukturprojekten angesetzt. Zusammen mit der Abkühlung des zuvor boomartig gewachsenen Wohnungsbaus kam dies für die Baufirmen einem herben Rückschlag gleich. Weit erfolgreicher – und weniger von öffentlichen Aufträgen abhängig – entwickelten sich die im Crobex ebenfalls gewichtig vertretenen Unternehmen aus den Sektoren Telekom (T-Hrvatski Telekom), Tabak und Tourismus (Adris Grupa) und Erdöl (INA).</p>
<p>In recht robuster Verfassung hat bisher der Bankensektor, der zu 90% von ausländischen Konzernen kontrolliert wird, die Krise durchstanden. Der Branche kommt zugute, dass die Zentralbank bereits in Zeiten, als noch kaum jemand vor den Gefahren des rasanten Kreditwachstums warnte, dämpfend auf die Kreditvergabe der Geschäftsbanken einwirkte, etwa mit teuren Reservevorschriften ab einem jährlichen Kreditwachstum von 12%. Was in den Boomjahren von vielen Finanzhäusern als unnötige Schikane kritisiert wurde, hat zweifellos zur Begrenzung des Bestands an Problemkrediten beigetragen – eines von vielen Beispielen für den besonnenen Kurs von Kroatiens Zentralbank.<br />
Hoffen auf die EU</p>
<p>Ein Schlüsselproblem des Aktienmarktes bleiben die tiefe Liquidität und die entsprechend hohe Volatilität. Im Zuge der Finanzkrise und der faktisch zum Erliegen gekommenen IPO-Aktivitäten sind die Handelsvolumina um rund drei Viertel eingebrochen. Im abgelaufenen Jahr resultierte pro Tag gerade noch ein durchschnittliches Volumen von 6 Mio. $, wobei als Käufer vor allem institutionelle Investoren wie die vier grossen Pensionsfonds des Landes auftraten. Etwas Rückenwind könnten 2010 die nach langer politischer Blockade wieder in Gang gekommenen EU-Beitritts-Verhandlungen liefern. </p>
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		<title>Die Hypothek der Geschichte</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 13:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der ganz normale Wahnsinn in Wien: Zu neuen Romanen von Eva Menasse, Peter Rosei und Gerhard Roth
«Wien schweigt» – mit diesen Worten schließt das erste Kapitel von Ingeborg Bachmanns «Malina»; «ein aussterbender Friedhof» sei diese Stadt, lässt sich bei Thomas Bernhard ein Nörgler vernehmen. Die literarische Diagnose über Wien nach 1945 fällt besorgniserregend aus. Peter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ganz normale Wahnsinn in Wien: Zu neuen Romanen von Eva Menasse, Peter Rosei und Gerhard Roth</p>
<p>«Wien schweigt» – mit diesen Worten schließt das erste Kapitel von Ingeborg Bachmanns «Malina»; «ein aussterbender Friedhof» sei diese Stadt, lässt sich bei Thomas Bernhard ein Nörgler vernehmen. Die literarische Diagnose über Wien nach 1945 fällt besorgniserregend aus. Peter Henischs «Der schwarze Peter» (2000) ist das erste Beispiel eines Stadtromans seit Heimito von Doderers «Dämonen» (1956), die allerdings nicht vom Wien der Gegenwart, sondern in der Zeit zwischen den Weltkriegen handeln. Aber auch Henischs Held resigniert: «Forget Austria! Forget Vienna!»</p>
<p>Die österreichischen Autoren kamen meist aus der so genannten Provinz und schrieben auch über diese, freilich nichts Gutes. Aber immerhin ist sie doch – im Unterschied zur Hauptstadt – nicht nur Schauplatz, sondern auch Stofflieferant, bestens geeignet, die prägenden Anachronismen der Alpenrepublik exemplarisch zu repräsentieren: Franz Innerhofers «Schöne Tage» (1974) ist<br />
dafür das prägnanteste Beispiel.</p>
<p>Wenn nun drei Romane nahezu gleichzeitig erscheinen, in denen Wien nicht nur Schauplatz ist, sondern auch das zentrale Thema abgibt, so lässt dies doch auf einen fundamentalen Wandel schließen: Wien wird neu entdeckt, allerdings ist es nicht mehr die Stadt, die man etwas übermütig die Hauptstadt des Fin de Siècle nannte, sondern vielmehr eine Stadt, die unter der Hypo­thek der Geschichte erdrückt zu werden droht. Gerhard Roths «Das Labyrinth», Eva Menasses «Vienna» und Peter Roseis «Wien Metropolis» sind verbunden im Versuch, der wenig rühmlichen Rolle Wiens vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg sowie den beklemmen­den Langzeitfolgen des Ständestaates und der Nazi-Zeit epische Konturen zu verleihen.</p>
<p>Die Wiener Hofburg brennt</p>
<p>So unterschiedliche Temperamente sich in den Romanen manifestieren, so sehr sind sie doch von der Geschichte dieser Stadt abhängig. Gerhard Roth packt die Materie aus einem paradoxen Ineinander von Weitwinkel-Perspektive und mikroskopischer Detailsicht an. Er benötigt dazu auch mehrere Erzählfiguren. Am meisten erfahren wir von dem Psychiater Heinrich Pollanzy, im Roman<br />
Direktor der Pflegeanstalt Gugging, deren Insassen bekanntlich von Leo Navratil zu künstlerischer Arbeit angehalten wurden. Vernehmbar werden auch die Erzählstimmen einer Logopädin namens Astrid Horak und eines namenlos bleibenden Schriftstellers, dessen Programm eine systematische Erkundung des Wahnsinns ist, der für ihn das große Triebwerk aller historischen Prozesse darstellt. Als Beispielfigur dient ihm der Historiker Philipp Stourzh, der durch die Gunst Pollanzys in Gugging vom Patienten zum Pfleger wird. Stourzh leidet an epileptischen Anfällen, die auf ein immer noch in seinem Kopf steckendes Projektil aus einem Flobert-Gewehr zurückzuführen sind.</p>
<p>Die eigentliche Handlung des Romans setzt mit einem Paukenschlag ein: Die Wiener Hofburg brennt, ein labyrinthischer Gebäudekomplex, in dem Pollanzy wohnt, in dem sich aber vor allem die National-bibliothek befindet und Österreichs historisches Gedächtnis seinen Sitz hat. Roth hat hier ein konkretes Ereignis aus dem Jahre 1992 in den fiktionalen Kontext verwoben, mehr noch: Als Brandstifter wird der pyromanisch veranlagte Stourzh verdächtigt, aber es kommt – wie meist bei Roth – zu keiner Aufklärung des Tatzusammenhangs.</p>
<p>Die Handlung folgt den Ambitionen des Historikers, dessen Interesse sich auf den letzten österreichischen Kaiser Karl I., den Nachfolger Franz Josephs, konzentriert, und das führt folgerichtig nach Madeira, nach Portugal und Spanien, das führt zum verstörten bayerischen König Ludwig, ferner in die Literaturgeschichte Portugals zu Fernando Pessoa und in die Kunstgeschichte Spaniens zu Velázquez und naturgemäß zu Goya, kurzum: Der österreichisch-spanische Kontext wird beschworen, und Roth flicht manchmal allzu bereitwillig kulturhistorische Exkurse ein und verzichtet auch nicht auf wuchernde Fußnoten. Um die Gegenwart zu erklären, nimmt er einen langen Anlauf in die Tiefe der Zeiten.</p>
<p>Verwirrung, Verbrechen und Trug</p>
<p>Mitunter scheint die Handlung ganz marginal zu werden, auch wenn es andererseits einen richtigen Aktions-Überschuss gibt. Die Episoden in einen Zusammenhang zu brin­gen, fällt schwer. Dabei ist an der Oberfläche alles klar, wir werden mit Details versorgt, doch erstickt in deren Fülle der übergeordnete Kontext – unmöglich, das Knäuel von Verwirrung, Verbrechen und Trug irgendwie aufzulösen. Aber gerade in dieser Verunsicherung liegt die Stärke des Buches; wir erhalten die Gewissheit, dass wir die Kräfte, von denen die Ereignisse bestimmt werden, nicht durchschauen können, ehe wir uns nicht konsequent dem Studium der Geschichte des Wahnsinns hingeben. Und wir sollten, so will es offenkundig der Autor, mit seinem Roman mittendrin in diesem Studium sein.</p>
<p>Roths Roman ist der fünfte eines auf sieben Teile angelegten Zyklus mit dem Obertitel «Orkus»: Das Odyssee-Konzept einer Unterweltsfahrt, die nicht zuletzt in die Archive Österreichs führt – ja es scheint, als würden sich gerade in der Wiener Hofburg die Wahnsinnslinien der Geschichte überschneiden.</p>
<p>Tratsch über Glücks- und Unglücksritter</p>
<p>Eva Menasses Roman «Vienna» verzichtet auf solch univer­salen Anspruch, und doch erzählt auch sie von dem Wahn, in dem aus höchst unterschiedlichen Gründen die Bewoh­ner Wiens befangen sind. Es ist eine Familiengeschichte, ausgehend von einem Großelternpaar, er jüdisch, sie katholisch. Der Großvater überlebt die Nazi-Zeit in Wien dank seiner Frau; die Kinder, eine Tochter und zwei<br />
Söhne, verlassen Wien in Richtung Großbritannien. Die Tochter stirbt im Exil an Tuberkulose, der ältere Sohn kämpft auf Seiten der britischen Armee in Burma, der jüngere, noch ein Kind, entdeckt in England seine Begabung als Fußballer. Beide kehren nach dem Krieg nach Wien zurück und gründen ihrerseits Familien.</p>
<p>Die Tochter des Fußballers, der es zum österreichi­schen Nationalspieler bringt, ist die Ich-Erzählerin. Aus ihrer Perspektive erfahren wir von ihrer Familie, ihren Großeltern, der Großtante, ihrem Onkel, seinen beiden Frauen, seinen Kindern, den beiden Vettern, von ihrer Schwester und vor allem von ihrem Bruder. Der wird Historiker und sorgt mit einer Aufsehen erregenden Enthüllungsschrift über einen großen Nazi, der in der Zeit nach 1945 in Österreich Karriere machte, für einen veri­tablen Skandal. (Der reale Hintergrund: Hansi Menasse war einer der besten Fußballer in den fünfziger Jahren, als Österreich immerhin den dritten Platz bei der Weltmeis­terschaft ergatterte, und sein Sohn Robert Menasse ist Schriftsteller und studierter Germanist, aber von einer Lektüre des Buches als Schlüsselroman wird abgeraten. Allerdings sind in Wien schon Dechiffrier-Syndikate unter­wegs, die Fiktion von Realität zu trennen versuchen.)</p>
<p>Es ist eine Familiengeschichte, mit viel Witz erzählt, mit Sicherheit in der Platzierung von Pointen und der Verschränkung von Episoden, mit einer soliden Insider-Kenntnis des Mittelstandes und der Geschäftswelt, in der es mehr Unglücks- als Glücksritter gibt. Das sind nicht mehr die Salons, in denen sich die Schwierigen herumtreiben, das sind die Cafés, in denen mit Leidenschaft Bridge gespielt wird, und die Tennisplätze der Alt- und Neureichen. Aus der subtilen Konversation ist grobkörni­ger Tratsch geworden, und die Sprüche, die aus den Mündern der Protagonisten nur so sprudeln, zeugen von einem recht vitalen Biotop.</p>
<p>Bridge spielen, als wäre nichts gewesen</p>
<p>«Wer sich in Familie begibt, kommt darin um», ist ein weiser Satz Heimito von Doderers, und Weises vernimmt man auch von einem Vetter der Erzählerin: «Wir werden immer weniger Familie, je mehr wir versuchen, sie aus Geschichten und Anekdoten zu konstruieren.» Das schon von Hermann Broch spöttisch abgetane «Gschichtel-Erzählen» ist auch die Gefahr, die diesen Roman bedroht und der die Autorin meist, aber nicht immer entkommt. Zum anderen sind, um einer Familiengeschichte Umrisse zu geben, Anekdoten unverzichtbar, und wer das richtig zu lesen versteht, für den enthalten sie in diesem Roman auch sehr viel an lebendiger Information.</p>
<p>Das ist ein Buch über das Wien der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre – jenseits der simplen Verherrlichung des Wiederaufbaus und jenseits auch aller ebenso simplen Verurteilung des üblen Nachkriegs-Miefs, eines Wien mit seinen oft unerträglichen und uns heute auch unverständlichen Widersprüchen: Opfer und Täter – Ingeborg Bachmann hat sich schon 1960 darüber entsetzt – sitzen in Eintracht nebeneinander. «Und nachher haben sie alle wieder Bridge gespielt, als wäre nichts gewesen», heißt es in «Vienna».</p>
<p>Erfreulich, weil selten anzutreffen: Das Buch wird gegen Ende immer dichter, und als Finale hat die Autorin das Begräbnis des Großvaters gewählt, auch wenn es in der Chronologie der Ereignisse dort gar nicht stehen sollte. Da werden die Protagonisten noch einmal wie in einem guten Film vorgeführt, und wir dürfen einzelweise von ihnen Abschied nehmen, ein ansprechendes Panorama, das zum Abschied Übersichtlichkeit herstellt.</p>
<p>Wie Peter Rosei die Leser bei Laune hält</p>
<p>«Wien Metropolis» nennt Peter Rosei seinen Roman, der die Hauptstadt mit einem Attribut ausstattet, das ihr selten zuteil wird, ist sie doch um «einiges kleiner als alle anderen größten Städte der Welt» (Robert Musil). Wien hätte nie das Substrat für einen Roman wie Döb­lins «Berlin Alexanderplatz» abgeben können, und so kann man Roseis Titel «Wien Metropolis» als ironische Auszeichnung lesen. Da herrscht nicht das Chaos, sondern eine durch die Regie des Erzählers behutsam hergestellte Übersichtlichkeit. Das Milieu ist dem «Vienna» Eva Menasses nicht unähnlich; da gibt es Geschäftsleute und Zuwanderer, Professoren verschiedener Fakultäten, ein wenig Jeunesse dorée, noch weniger Proletarisches; es gibt viel an sehr illusionslos dargestellten Beziehungen mit mehr oder weniger Liebe, zarte Andeutungen der erotischen und politischen Irrwege, die nahezu alle einmal einschlugen, es gibt auch Unfälle und Verbrechen und vor allem den normalen Wahnsinn seiner Bewohner, kurzum: Man wird als Leser stets bei Laune gehalten, fühlt sich so gut wie nie indoktriniert oder provoziert, nie wird der Zeigefinger erhoben und Moral doziert.</p>
<p>Das Buch wird gerade dadurch sympathisch, dass es sich der ethischen und ästhetischen Klischees entschlägt und einfachen Zuordnungen entzieht. Einige Figuren verliert man aus den Augen, manche für immer, manche kehren unvermutet wieder. Zeitweilig werden Anleihen beim Entwicklungsroman genommen; da geht es um die Kärntner Knaben Alfred und Georg, deren Lebenswege sich trennen und die beide ihre Karriere machen. Unverkennbar ist eine satirische Grundhaltung, die nie zu peinlicher Spaßigkeit mutiert. Nicht selten wird auch mit wenigen Sätzen sehr eindrücklich Atmosphäre hergestellt. Wer eine kompakte Handlung erwartet, wird auf angenehme Weise enttäuscht; und doch entsteht zwischen den einzelnen Episoden ein delikates Beziehungsgeflecht, das den mitdenkenden Leser beansprucht, aber nicht überfordert.</p>
<p>Handlungszeitraum ist die Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die jüngere, ja jüngste Vergangenheit. Aber auch hier wird die streng chronologische Abfolge flanierend umspielt, ja manche Abschnitte lesen sich wie Märchen, in denen die Zeit stillsteht. In diesem Buch, vielleicht das bis jetzt beste Roseis, hat der Autor ein ebenso eigenwilliges wie charmantes Verfahren gefunden, der<br />
Besonderheit Wiens gerecht zu werden – und das ist nur möglich, wenn man die Klischees mit Bedacht abbaut.</p>
<p>Die drei Bücher beweisen das wiedererwachte erzählerische und auch analytische Interesse an Wien in der schönen Literatur. Gegen Ende seines Romans lässt Rosei eine Figur auftreten, einen Nörgler aus der Provinz, in dem man sofort Thomas Bernhard erkennt; zudem heißt er Berner und ist der Mode-Autor der besseren Gesellschaft. Das ist die einzige geschmäcklerische Konzession, aber vielleicht doch ein Indiz dafür, dass Bernhard einer jener Autoren war, die den «aussterbenden Friedhof» wieder interessant machen konnten.</p>
<p>Wendelin Schmidt-Dengler ist Professor für Literaturwissenschaft und lebt in Wien.</p>
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		<title>Wenn die Hypothek das Einkommen auffrisst</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 01:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Missionarinnen der Nächstenliebe öffnen Armenküche in Reykjavik
In Island ist die finanzielle Not auf den ersten Blick nicht sichtbar. Seit dem drohenden Staatsbankrott im vergangenen Oktober klingeln aber immer mehr Menschen im Haus des Bischofs in Reykjavik und fragen nach etwas Essbarem oder Geld. Und so bat er die in Islands Hauptstadt tätigen Missionarinnen der Nächstenliebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Missionarinnen der Nächstenliebe öffnen Armenküche in Reykjavik</strong></p>
<p>In Island ist die finanzielle Not auf den ersten Blick nicht sichtbar. Seit dem drohenden Staatsbankrott im vergangenen Oktober klingeln aber immer mehr Menschen im Haus des Bischofs in Reykjavik und fragen nach etwas Essbarem oder Geld. Und so bat er die in Islands Hauptstadt tätigen Missionarinnen der Nächstenliebe um Unterstützung.</p>
<p>Die Metropole Reykjavik im hohen Norden Europas wirkt mit ihren vielen bunten Dächern und Häusern adrett und verschlafen. Und dennoch: Familien, die ihren Kindern durch die Wirtschaftskrise außer einem Stück Brot nichts zu essen geben können, weil die in Euro abgeschlossene Hypothek auf die Wohnung oder das Darlehen für das Auto das ganze Einkommen auffrisst. Das bekommt auch die katholische Kirche zu spüren. </p>
<p>Seit dem drohenden Staatsbankrott im vergangenen Oktober hätten immer mehr Menschen im Haus des Bischofs in Reykjavik geklingelt und nach etwas Essbarem oder Geld gefragt, erklärt Jacques Rolland, Kanzler der Diözese: „Das ist wirklich eine Not, der man nur mit einer Suppenküche entgegenkommen kann.“ Und so bat er die in Islands Hauptstadt tätigen Missionarinnen der Nächstenliebe um Unterstützung. In der vergangenen Woche wurde der neue Treffpunkt für arme Menschen eingeweiht &#8211; und öffnet am Samstag, dem zwölften Todestag der Ordensgründerin Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), mit einem Frühstücksangebot seine Pforten. </p>
<p><strong>Zunehmend fragen Menschen um Nahrung</strong></p>
<p>Außer donnerstags und samstags gibt es dort zwischen neun und zwölf Uhr für jeden Kaffee, Butterbrote und vor allem ein offenes Ohr für seine Sorgen. Noch wichtiger als ein heißes Getränk und etwas zu essen sei es, einfach für die Menschen da zu sein, erklärt die aus Polen stammende Schwester Oberin Piotra. Seit 13 Jahren sind die Ordensfrauen in Island tätig. Die derzeit sechs Schwestern der Gemeinschaft betreuen Familien und Einsame, besuchen Gefängnisinsassen, Kranke, Senioren und wirken in der Katechese.<br />
Seit einigen Monaten organisierten die Schwestern zudem eine auf Spenden basierende Lebensmittelausgabe, weil zunehmend Menschen um Nahrung fragten. </p>
<p>In vielen Hauptstädten Europas gibt es bereits Armenküchen der Missionarinnen der Nächstenliebe. Deshalb griffen die Schwestern in Reykjavik die Idee sofort auf. Doch bis zur Eröffnung mussten noch einige behördliche Hürden genommen werden. „Die Stadt war überhaupt nicht begeistert von der Idee“, erinnert sich der aus dem Elsass stammende Jacques Rolland, den sie hier alle nur Sera Jakob &#8211; Priester Jakob &#8211; nennen. Niemand sollte mitbekommen, dass es in der Hauptstadt eines Landes, das vor bis vor einem Jahr zu den reichsten der Welt gehörte, die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung gibt. Offiziell habe es geheißen, es gebe überhaupt keine Armen &#8211; und damit keinen Bedarf. Und in der Stadtmitte sollte eine Armenküche schon gar nicht angesiedelt werden. Das könnten ja auch die vielen Touristen mitbekommen. „Die Isländer schämen sich“, meint Sera Jakob. </p>
<p><strong>„Zeit, für unsere Gäste da zu sein“</strong></p>
<p>Um auch der Pfingstlergemeinde, die bereits eine Suppenküche in Reykjavik betreibt, keine Konkurrenz zu machen, bieten die Mutter-Teresa-Schwestern nun eine Art „Treffpunkt“ an und fangen mit Kaffee und Broten an. Eine Notlösung, der Schwester Piotra durchaus positive Seiten abgewinnt: „Das ist nicht so aufwendig wie zu kochen. So haben wir mehr Zeit, für unsere Gäste da zu sein und Anteil an ihrem Schicksal zu nehmen.“ </p>
<p>Am Mittwoch wird der katholische Bischof von Reykjavik, Peter Bürcher, die Räumlichkeiten segnen. Katholische Ordensfrauen hätten in Islands Diaspora ein gutes Standing, betont der aus der Schweiz stammende und 2007 nach Island berufene Oberhirte. Sie waren es, die dort die ersten Krankenhäuser und Schulen gebaut haben: „Das vergessen die Isländer nicht.“ Und so ist sich auch „Priester Jakob“ sicher, dass es keiner PR für die neue Armenküche bedarf. „In Island gibt es keine Geheimnisse. Jeder kennt hier jeden &#8211; das erfährt jeder in kürzester Zeit.“ </p>
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		<title>Wo ist unser ganzes Geld geblieben?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 01:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[06. September 2009 In der Krise haben die Menschen ein neues Verhältnis zu Zahlen bekommen: Eine einzelne Milliarde ist plötzlich gar nichts mehr wert, angesichts von Multi-Milliarden-Bankenpleiten und Rettungspaketen. Ein Jahr nach der Pleite von Lehman vermessen die Ökonomen nun die Schäden. Und wie so oft gehen ihre Angaben weit auseinander: Mal ist von zehn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>06. September 2009 In der Krise haben die Menschen ein neues Verhältnis zu Zahlen bekommen: Eine einzelne Milliarde ist plötzlich gar nichts mehr wert, angesichts von Multi-Milliarden-Bankenpleiten und Rettungspaketen. Ein Jahr nach der Pleite von Lehman vermessen die Ökonomen nun die Schäden. Und wie so oft gehen ihre Angaben weit auseinander: Mal ist von zehn Billionen Dollar die Rede, die dadurch verloren sind, dann wieder von 50, wie die Asiatische Entwicklungsbank sagt. 50 Billionen Dollar, das ist eine Zahl mit dreizehn Nullen: 50.000 Milliarden Dollar wurden angeblich vernichtet. Ohne Krieg oder Naturkatastrophe, einfach so.</p>
<p>Was also ist passiert? Niemand hat beobachtet, wie säckeweise Dollar- oder Euronoten verbrannt worden wären. Wo also steckt das Geld? Taucht es irgendwann wieder auf? Und falls ja, wer hat es in der Zwischenzeit gehortet?</p>
<p>Viel von dem, was angeblich vernichtet wurde, hat nie existiert, das heißt: Es stand nur auf dem Papier. Entweicht die Phantasie aus den Börsen, sinken die Kurse, der Anleger verliert, was er nie tatsächlich besessen hat &#8211; seine Gewinne waren nur Buchgewinne. &#8220;Es wurde aber auch echter Wert vernichtet&#8221;, sagt der Stuttgarter Bankenprofessor Hans-Peter Burghof, ein Experte im Aufstöbern von Verlusten der Finanzkrise. Und Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, bestätigt: &#8220;Es ist kein Nullsummenspiel.&#8221;</p>
<p><strong>Amerikas Häuser</strong></p>
<p>Die Suche muss dort beginnen, wo das Debakel seinen Anfang nahm: in Amerika, bei den Häusern, die Menschen erworben haben, die es sich eigentlich nicht leisten konnten. Das war politisch gewollt. Das Volk war mit billigen, im Zweifel zinslosen Krediten zu versorgen. Jetzt ist der Immobilienmarkt zerstört, die Häuser verrotten: Wie mit bloßem Auge zu sehen ist, wurde hier Wert vernichtet. Hat ein Amerikaner für 200 000 Dollar ein Haus gekauft, das im Immobilienhype zwischenzeitlich auf den doppelten Wiederkaufswert stieg, konnte er sich zwar freuen. Eine echte Wertsteigerung wäre es aber nur gewesen, hätte er das Haus wirklich verkauft. Ansonsten war das Geld nie wirklich da. Reich gefühlt haben sich die amerikanischen Hausbesitzer trotzdem. &#8220;Viele haben dadurch die Kontrolle über ihre Finanzen verloren&#8221;, sagt Julia Hoch, Wirtschaftspsychologin aus Dresden. &#8220;Sie haben mehr Geld ausgegeben, als sie sich leisten konnten, und sich verschuldet.&#8221; Die zusätzlichen Ausgaben wurden oft über die Beleihung der Häuser finanziert &#8211; dieses Geld ist weg. Es steckt in dicken Autos und anderen kurzlebigen Konsumgütern.</p>
<p>Wer sein Haus gekauft hat, als der Preis am höchsten war, und jetzt verkaufen muss, hat ebenfalls viel Geld verloren &#8211; nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich. Profitiert haben die Vorbesitzer und Immobilienmakler. Obendrein gehören die jüngst gekauften Häuser meist der Bank, die die Hypothek dafür gegeben hat. &#8220;Viele ehemalige Hausbesitzer sitzen jetzt auf der Straße&#8221;, sagt Wolfgang Pflüger, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Das Problem der Banken aber ist: Die Häuser sind als Pfand kaum noch etwas wert. Insgesamt 4,7 Millionen Häuser und Eigentumswohnungen stehen in Amerika leer. Und wo keine Nachfrage ist, ist kein realer Wert.</p>
<p><strong>Börsen</strong></p>
<p>Als die Finanzkrise an Fahrt aufnahm, kamen auch die Börsenkurse ins Rutschen &#8211; vor allem seit Januar 2008. Der Dax fiel von 8000 Punkten bis auf 3600 Punkte im März dieses Jahres, auf weniger als die Hälfte. Doch das sind keine realen Verluste, sondern auch nur Buchverluste &#8211; solange die Besitzer ihre Aktien nicht verkauft haben. Hat jemand vor zwei Jahren zu 100 Euro gekauft und verkauft jetzt zu 40 Euro, hat er natürlich 60 Euro echten Verlust gemacht. Das Geld hat dann im Prinzip der Vorbesitzer, der genau diese Aktien vor zwei Jahren für 100 Euro verkauft hat. Es kann sogar sein, dass der echte Wert der Aktie zu beiden Zeitpunkten gleich hoch war. Weil sich der Wert unter anderem errechnet aus den Gebäuden, Maschinen und Patenten des Unternehmens. Nur war beim Kauf der Papiere der Aufschlag, den die Börse für eine gute Zukunftsperspektive der Firma angesetzt hat, größer als beim Verkauf.</p>
<p><strong>Banken</strong></p>
<p>Sie sind Täter und Opfer zugleich. Mehr als hundert von ihnen sind allein in Amerika pleitegegangen. Um den Kollaps des globalen Finanzsystems abzuwenden, haben Notenbanken und Regierungen nach dem Lehman-Schock massive Hilfsaktionen gestartet. Laut Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich haben elf westliche Länder 5000 Milliarden Euro in Rettungsprogramme gesteckt &#8211; das entspricht knapp 19 Prozent des Gesamt-Bruttoinlandsprodukts dieser Länder. Aber Vorsicht: Diese 5000 Milliarden Euro haben die Staaten nicht ausgegeben, schon gar nicht in bar. Für 4167 Milliarden Euro wurden lediglich Garantien zugesagt. Dabei fließt erst mal kein Geld, die Leistung des Staates besteht vielmehr in einer Art Bürgschaft. Tatsächlich gezahlt wurden an die Banken bisher 451 Milliarden Euro &#8211; nur diese Verluste haben die vereinten Steuerzahler folglich bisher realisiert. In Deutschland wurden die Bürger unter anderem zu maßgeblichen Eignern der Commerzbank, die 18,2 Milliarden Euro Staatshilfe bekam. Die Hypo Real Estate gehört dem Staat bald ganz, 90 Prozent der Aktien hält er bereits, der Rest der freien Aktionäre wird demnächst rausgedrängt. Den Wert der Münchner Schrottbank beziffern Gutachter heute auf null. Vor der Krise betrug die Bilanzsumme der Bank 400 Milliarden Euro &#8211; sie war etwa so groß wie Lehman.</p>
<p>Wohin aber ist das Vermögen der HRE und all der anderen Banken verschwunden? Sie haben es abgeschrieben. Weltweit wurde von 1,1 Billionen Euro Abschreibungen auf sogenannte toxische, also wertlose Wertpapiere berichtet. Den Mechanismus erklärt Kai Carstensen, Konjunkturchef am Ifo-Institut, mit einem Vergleich: Erweist sich eine gekaufte Maschine als Schrott, muss der Fabrikant sie abschreiben. Dieser Vorgang senkt sein Vermögen in der Bilanz, er erleidet einen buchhalterischen Verlust. Geld muss er deswegen nicht ausgeben. Das geschah schon vor langer Zeit, damals bei der Anschaffung der nichtsnutzigen Maschine. Übertragen auf die Banken, heißt das: Das Geld, das sie für ihre giftigen Papiere ausgegeben haben, ist längst weg.</p>
<p>Jetzt vollziehen sie in ihren Büchern nur nach, dass die Welt den Wert der Papiere längst auf null einschätzt. Für die Suche nach dem verlorenen Vermögen heißt das: Die Milliarden, die jetzt abgeschrieben werden, haben damals die Verkäufer der Wertpapiere erhalten, die Erlöse haben sich längst all jene aufgeteilt, die von der Verbriefungsindustrie profitiert haben: die Banken (deren Angestellte und die Aktionäre), Ratingagenturen, Anwälte, auch der Staat über die Steuern auf die Gewinne sowie im nächsten Schritt all jene, bei denen die Banker Gehalt und Boni ausgegeben haben: Sportwagenhersteller, Restaurants, Supermärkte, Immobilienhändler und viele mehr. Allesamt Unbeteiligte, die sich kaum als Krisengewinner fühlen.</p>
<p><strong>Staaten</strong></p>
<p>Selbst ganze Länder gerieten durch die Finanzkrise in Not. Staaten wie Ungarn, die Ukraine und Lettland, aber auch Irland und Island schlitterten an den Rand des Staatsbankrotts. Das wohlhabende Island hat es besonders hart getroffen. Die drei großen Banken des Landes, alle stark im Ausland aktiv, kauften viele der amerikanischen Subprime-Kredite. Um das zu refinanzieren, reichten aber die Einlagen der Einwohner der Insel nicht aus. Also haben die Banken den Kapitalmarkt angezapft. Als dort im vergangenen Herbst kaum mehr Geld zu bekommen war, waren die Banken fast pleite. Der Staat sprang ein und verstaatlichte sie komplett. Island übernahm damit alle Verbindlichkeiten der drei Banken. Die Staatsschulden wuchsen auf einen Schlag um rund 80 Milliarden Dollar &#8211; zu viel für ein kleines Land. Zunächst ist das nur ein Buchungsvorgang, die Summe muss nicht aufgebracht werden. Tatsächlich ausgegeben hat der Staat keine 10 Milliarden Dollar, um das Eigenkapital der drei Banken aufzustocken und die Verbindlichkeiten der Institute zu bedienen. Kredite des Internationalen Währungsfonds halfen bei der Finanzierung. So fließt einiges Geld vom Ausland nach Island, von dort in die Banken und von dort an deren Gläubiger, wie die deutschen Kunden der Kaupthing-Bank. Die werden durch die Verwertung der Reste der Bank wohl ausgezahlt.</p>
<p>Ach ja, echte Krisengewinner gibt es natürlich auch: Der weltweit gefragte Untergangsprophet Nouriel Roubini hat seinen Marktwert immens gesteigert. Ebenso deutsche Professoren, die sich mit Banken auskennen. &#8220;Für Vorträge kann man jetzt deutlich mehr verlangen&#8221;, sagt Hans-Peter Burghof. Es müssen ja nicht gleich Milliarden sein.</p>
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		<title>Die Ablösung von Hypotheken ist ein Trauerspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 01:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kredit]]></category>

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		<description><![CDATA[06. September 2009 Privatleute achten bei der Kreditaufnahme in der Regel auf den Nominalzins und die Monatsrate. Dabei übersehen sie jedoch Punkte, die zu späteren Zeitpunkten von größter Wichtigkeit werden können. Was geschieht mit den Darlehen, falls das Haus wegen Scheidung oder Umzug verkauft werden muss? Was passiert mit den Hypotheken, wenn plötzlich Geld vorhanden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Italic">06. September 2009 </span>Privatleute achten bei der Kreditaufnahme in der Regel auf den Nominalzins und die Monatsrate. Dabei übersehen sie jedoch Punkte, die zu späteren Zeitpunkten von größter Wichtigkeit werden können. Was geschieht mit den Darlehen, falls das Haus wegen Scheidung oder Umzug verkauft werden muss? Was passiert mit den Hypotheken, wenn plötzlich Geld vorhanden ist und es ratsam erscheint, die Schulden abzulösen? Wie wird gerechnet, wenn ein Partner stirbt und der Kredit durch Lebensversicherungen getilgt werden soll?</p>
<p>In sämtlichen Fällen verlangen die Geldgeber angemessene Entschädigungen, und was angemessen ist, bestimmt im Zweifel der Kreditgeber. Doch wie sollen sich die Kreditnehmer verhalten, wenn sich die Institute trotz der Bereitschaft, den Schaden in voller Höhe zu begleichen, stur stellen und sich weigern, die Kredite zurückzunehmen? Dann ist es ratsam, von Anfang an auch über das Ende nachzudenken. Sonst laufen die Dinge wie im folgenden Fall aus dem Ruder.</p>
<p><strong>Auf dem Objekt lasten Schulden von 300.000 Euro</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Ein selbständiger Steuerberater ist 55 Jahre alt und hat ein bewegtes Leben hinter sich: Die erste Frau ist gestorben, von der zweiten hat er sich getrennt, jetzt ist er in dritter Ehe verheiratet. Aus der ersten Verbindung stammen drei Kinder, die dem Vater in unterschiedlicher Höhe auf der Tasche liegen, so dass es kein Wunder ist, dass mit den Finanzen nicht alles zum Besten bestellt ist. Das gilt vor allem für das Eigenheim und die Kredite.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Der Mann wohnt in einem Eigenheim, das etwa 400.000 Euro wert ist. Auf dem Objekt lasten Schulden von 300.000 Euro. Das mag zu denken geben, weil der Steuerberater nicht mehr der Jüngste ist. Viel schlimmer ist jedoch, dass Geldanlagen im Wert von 350.000 Euro vorhanden sind. Das Kapital besteht aus drei Posten. Auf dem Girokonto liegen 25.000 Euro. In Festgeld sind 150.000 Euro angelegt. In einer Lebensversicherung stecken 175.000 Euro.</span></p>
<p>So einfach die Sache sein mag, so schwierig ist die Umsetzung</p>
<p><span style="font-weight: normal;">Wer die Renditen von Geldanlagen und die Kosten von Krediten kennt, wird schnell ahnen, wie der Hase läuft. Die Erträge der Geldanlagen liegen unter den Kosten der Kredite, so dass das Verlustgeschäft so schnell wie möglich beendet werden sollte. Im vorliegenden Fall geht es um 38.000 Euro. Sie sind die abgezinste Differenz zwischen den Erträgen der Geldanlagen, die bei 2,6 Prozent pro Jahr liegen, und den Kosten der Kredite, die 4,1 Prozent pro Jahr kosten.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">So einfach die Sache sein mag, so schwierig ist aber die Umsetzung, weil die meisten Kreditnehmer auf Banken stoßen, die bei der Ablösung von Krediten ihre Sturheit in voller Eleganz zur Schau stellen. So prüft der Bankmitarbeiter, ob für die Rücknahme der Kredite eine „Rechtsgrundlage“ besteht. Wird das Haus nicht verkauft, ist der Fall für die meisten Kreditgeber klar: Man muss nicht, also will man auch nicht.</span></p>
<p><strong>Die Geschichte mag für viele Zuhörer wie ein Märchen klingen</strong></p>
<p>So ist es auch dem Steuerberater ergangen. Er hat die drei Banken, die das Haus finanzieren, gebeten, gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung die Verträge aufzuheben, und er hat sich dreimal eine blutige Nase geholt. Die erste Bank hat auf den Brief überhaupt nicht reagiert. Das zweite Institut hat einen Standardbrief verschickt, dass die rechtlichen Voraussetzungen für die Ablösung nicht gegeben seien. Nur das dritte Institut hat sich mit einem Angebot gemeldet. Frei nach dem Motto, dass es im Prinzip gehe, im konkreten Fall aber Probleme gebe, unterbreitete es dem Steuerberater die Offerte, den Vertrag gegen Zahlung der doppelten Entschädigung aufzuheben. Das hat für den Steuerberater natürlich keinen Sinn.</p>
<p>Die Geschichte mag für viele Zuhörer wie ein Märchen klingen, doch solche Dinge sind im Kreditgewerbe an der Tagesordnung. Noch schlimmer ist nur die Klärung der Frage, wer sich hier wie verhält. Ist der Kreditgeber ein Betonkopf, weil er das Geschäft ohne Schaden über die Bühne bringen könnte? Oder ist der Kreditnehmer von schlichtem Gemüt, weil er sich keine Gedanken darüber gemacht hat, was passieren könnte, wenn es Probleme gibt.</p>
<p><strong>In diesem Fall ist eine Entschädigung fällig</strong></p>
<p>Die Aufnahme von Krediten ist – um es deutlich zu formulieren – weder eine Geschichte, die zwischen Tür und Angel erledigt werden kann, noch eine Sache des Zinses und der Monatsrate allein. So wichtig der Einstieg ist, so wichtig ist auch der Ausstieg, und da ist es mit der Möglichkeit, jedes Jahr begrenzte Sondertilgungen leisten zu können, nicht getan. Das Leben ist unberechenbar geworden, so dass auch bei Krediten gewisse Vorkehrungen notwendig sind.</p>
<p>Zu einem „ordentlichen“ Kreditvertrag gehört auch die Frage, wie der Vertrag mit Anstand zu Ende gebracht werden kann, wenn es die Umstände erfordern. Die beste Art und Weise, die Dinge auf gute Weise zu regeln, sind einfache Nebenabreden, wie der Jurist sagt. Das kann zum Beispiel die Formulierung sein, dass der Vertrag trotz der Zinsbindung auflösbar ist. In diesem Fall, so muss die Konsequenz lauten, ist eine Entschädigung fällig. Grundlage für die Berechnung ist – unter Kaufleuten – die Wiederanlage der offenen Raten in festverzinsliche Wertpapiere zu Sätzen, die zum Beispiel jeden Tag im Börsenteil dieser Zeitung veröffentlicht werden. Würde diese Regelung im Vertrag stehen, könnte beim Ausstieg aus den Kreditverträgen nicht viel anbrennen.</p>
<p><strong>Mit Anleihen, Festgeld und Sparbriefen wird keine Bank reich</strong></p>
<p>In der Wirklichkeit sieht die Lage anders aus. Es gibt Tausende von Darlehen, die mit Hilfe von Bausparverträgen getilgt werden sollen, es gibt viele Hypotheken, die mit Hilfe bestehender Geldanlagen gelöscht werden könnten, und es gibt zahlreiche Fälle, in denen Kreditnehmer sterben und die Hinterbliebenen die Schulden mit Hilfe von Lebensversicherungen tilgen würden. Bei den Bausparkassen gibt es kein Problem. Hier können die klassischen Darlehen, nicht aber die Vorauskredite, jederzeit ohne Kosten abgelöst werden. Anders sieht die Situation bei Geschäftsbanken und Sparkassen aus. Dort gibt es zwar Anteilnahme, aber beim Geld hört die Freundschaft auf.</p>
<p>Das eröffnet zum Beispiel bei einem Darlehen von 250.000 Euro, das für zehn Jahre zu 5 Prozent eingedeckt worden ist und nach zwei Jahren beendet werden soll, weil der Kreditnehmer gestorben ist, zwei Möglichkeiten. Die „aufgeklärten“ Hinterbliebenen schließen höhere Versicherungssummen ab und bezahlen den „Schaden“ von 15.000 bis 20.000 Euro, weil sie sich dieses Recht einräumen ließen, und die „unbedarften“ Hinterbliebenen gehen mit dem Geld der Versicherung in die Anlageberatung der Bank. Was ihnen dort blüht, steht freilich in den Sternen.</p>
<p>Von Amts wegen dürfte das Geld nur in sichere Geschäfte investiert werden, weil zu gegebener Zeit ein sicherer Kredit abzulösen sein wird. Mit Anleihen, Festgeld und Sparbriefen wird freilich keine Bank reich, so dass die Gefahr aufkommt, andere Anlagen ins Spiel zu bringen. Aktienfonds, Beteiligungen und Rentenversicherungen sind, um einige Beispiele zu nennen, interessante und lukrative Anlagen, doch für Privatleute, die auf Schulden sitzen, sind sie nicht einmal dritte Wahl. Die einfache und präzise Nebenabrede, wie der Kredit ohne Murren abgelöst werden kann, wenn es die Umstände erfordern, ist für beide Parteien, nicht nur für den Kreditnehmer, die bessere Geldanlage.</p>
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		<title>Washingtons Hypothek</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 04:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kredit]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum hat niemand den Subprime-Wahn gestoppt? Ein Verdacht drängt sich auf: Weil US-Politik und Hausfinanzierer zu eng verwoben waren.
Roland Arnall gab nicht nur den Häuslebauern. Er gab auch den Politikern. Der Republikaner George W. Bush durfte sich über 263.000 $ freuen, die Demokraten gar über 1,57 Mio $. Für Arnall war das kein Problem. Seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum hat niemand den Subprime-Wahn gestoppt? Ein Verdacht drängt sich auf: Weil US-Politik und Hausfinanzierer zu eng verwoben waren.</strong></p>
<p>Roland Arnall gab nicht nur den Häuslebauern. Er gab auch den Politikern. Der Republikaner George W. Bush durfte sich über 263.000 $ freuen, die Demokraten gar über 1,57 Mio $. Für Arnall war das kein Problem. Seine Firma Ameriquest setzte Dutzende Milliarden jährlich mit Subprime-Krediten um &#8211; Hypothekendarlehen für Menschen, die sich eigentlich kein Haus leisten konnten. Dass die Firma 2006 ein Bußgeld von 325 Mio. $ zahlen musste, weil sie Kunden getäuscht, Dokumente gefälscht und Gutachter unter Druck gesetzt hatte &#8211; Arnall konnte es egal sein. US-Präsident Bush hatte ihn da bereits als Botschafter in die Niederlande geschickt.</p>
<p>Der Fall Arnall steht stellvertretend für die Verflechtung von Hypothekenindustrie und Politik während der Subprime-Jahre. Einer neuen Studie der US-Journalistenorganisation CPI zufolge verliehen die 25 größten amerikanischen Hausfinanzierer von 2005 bis 2007 nahezu 1000 Mrd. $ an rund fünf Millionen Kreditnehmer &#8211; viele von ihnen mittlerweile zwangsenteignet. Parallel dazu spendeten die meisten Hypothekenkonzerne großzügig an die Parteien.</p>
<p>Ein Beispiel: Wells Fargo vergab zwischen 2005 und 2007 Subprime-Kredite im Wert von 51 Mrd. $ &#8211; und machte fast 18 Mio. $ für Washington locker. Republikaner und Demokraten profitierten gleichermaßen. Größter Einzelempfänger mit 201.000 $: ein gewisser Barack Obama.</p>
<p>Zuwendungen in zweistelliger Millionenhöhe seien keine Seltenheit gewesen, schreibt CPI. Ziel: Gesetze zu verhindern, die die exzessive Kreditvergabe hätten eindämmen können. Alles in allem gab die Finanzbranche in den letzten zehn Jahren 3,5 Mrd. $ für politische Lobbyarbeit und 2,2 Mrd. $ an Wahlkampfspenden aus, zeigen Berechnungen einer anderen unabhängigen Forschungsgruppe, des Center for Responsive Politics.</p>
<p>Die Rechnung für die Hypothekenorgie wird nun beiden präsentiert &#8211; Finanzbranche und Politik. Laut CPI-Analyse standen hinter wenigstens 21 der 25 großen Subprime-Firmen jene Banken, die mittlerweile mit US-Steuergeld gestützt werden. Dazu zählen neben Wells Fargo auch die Citigroup, die Bank of America und JP Morgan. Auch dieses Trio spendete einst eifrig.</p>
<p>Haben die Beteiligten aus ihren Fehlern gelernt? Nicht unbedingt, meinen die Autoren der CPI-Studie. Noch seien all jene Bestimmungen in Kraft, die dazu beitrugen, die Subprime-Krise anzufachen. Abhilfe könne allerdings ein Gesetzentwurf schaffen, den der Demokrat Barney Frank jüngst vorgelegt hat.</p>
<p>Ameriquest, immerhin, braucht die neuen Regeln nicht mehr zu fürchten. Die Firma ist inzwischen dicht. Und Gründer Arnall? Erlag im März letzten Jahres einem Krebsleiden.</p>
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		<title>Eine Hypothek für Europa</title>
		<link>http://www.allekredit.com/eine-hypothek-fur-europa/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 03:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kredit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Blutbad, das ein schwerbewaffnetes Kommando in Bilge angerichtet hat, ist eines der schlimmsten Einzelverbrechen in der jüngeren Geschichte der Türkei. Laut Innenminister Atalay ging es um eine Familienfehde, ohne terroristischen Hintergrund, um eine Tragödie im privaten Bereich sozusagen. Verständlich, dass die türkische Regierung den Fall gerne derart heruntergespielt dargestellt wissen möchte.
Aber die Umstände werfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Blutbad, das ein schwerbewaffnetes Kommando in Bilge angerichtet hat, ist eines der schlimmsten Einzelverbrechen in der jüngeren Geschichte der Türkei. Laut Innenminister Atalay ging es um eine Familienfehde, ohne terroristischen Hintergrund, um eine Tragödie im privaten Bereich sozusagen. Verständlich, dass die türkische Regierung den Fall gerne derart heruntergespielt dargestellt wissen möchte.</p>
<p>Aber die Umstände werfen doch ein grelles Licht auf ein Land, das seit langem Kandidat für die Mitgliedschaft in der EU ist und ganz konkret über Beitrittsbedingungen verhandelt.</p>
<p>Blutrache, archaischer Rest und radikaler Gegensatz zum Rechtsstaat, ist in diesem Teil der Welt üblich. Die Opfer sind Kurden, deren Rechte mit Füßen getreten werden. Unmittelbar nach dem Morden wurde das Dorf Bilge nicht von Sicherheitskräften umstellt, sondern von paramilitärischen Gruppen, die vom Militär mit Waffen versorgt werden, um die Kurden in Schach zu halten. Gegenüber den Medien wurde refelexartig eine Nachrichtensperre verhängt. Der mutmaßliche Blutracheanschlag ist also nicht irgendein Ereignis in der südosttürkischen Provinz.</p>
<p>Er hat eine weit komplexere &#8211; und politischere &#8211; Dimension, als viele glauben machen wollen. Ginge es nach der Regierung, so wäre die Türkei nicht in fernen zehn, zwanzig Jahren, sondern schon so um das Jahr 2015 in der Union. Umso irritierender ist es, dass die EU-Kommission in Brüssel, die in diesem Fall für die gesamte EU spricht, nicht mehr als drei (!) kurze Sätze des Bedauerns für die Opfer übrig hat. Mag sein, dass dies mit dem vor der Tür stehenden Termin der EU-Wahlen zu tun hat. Vor solchen Anlässen neigt die EU-Zentralbehörde zu übergroßer Vorsicht, noch dazu, wenn es um den wahrscheinlich ohnehin umstrittensten EU-Beitrittskandidaten geht, der selber meist überaggressiv auf unangenehme Forderungen reagiert.</p>
<p>So verständlich das ist, so falsch ist es. Denn ob man ein Anhänger der raschen EU-Erweiterung ist oder nicht, ob man die türkische Bevölkerung für reif hält, bald in die europäische Gemeinschaft einzutreten, oder nicht: Das Thema liegt übergroß auf dem Tisch. Die EU-Gegner und die Radikalen von Rechts und Links werden es im Wahlkampf genüsslich ausschlachten, vermutlich mit Erfolg. Denn viele Bürger werden nun sagen: Der Kopf sagt Ja, aber der Bauch sagt Nein, wir wollen kein EU-Partnerland, in dem Blutrache und paramilitärische Gruppen ein gesellschaftlicher Normalfall sind.</p>
<p>Umso notwendiger wäre es, dass die verantwortlichen EU-Stellen gerade jetzt erklären, dass sie das genauso sehen und warum der Prozess der Annäherung der Türkei an die EU &#8211; mit der Perspektive des Beitritts &#8211; gerade deshalb so wichtig ist. Er ist unweigerlich und unverhandelbar damit verbunden, dass der Kandidatenstaat dafür sorgt, rechtsstaatliche Prinzipien, Menschenrechte in Theorie und Praxis zu garantieren. Ganz konkret: Die türkische Regierung hat den EU-Partnern zu sagen, was sie zu tun gedenkt, um Blutrache und Faustrecht zu bekämpfen und zu beenden. Brüssel sollte das sogar mit einem Hilfsprogramm finanziell unterstützen. Gut angelegtes Geld.</p>
<p>So hat das in der Geschichte der Union immer funktioniert. Ehemalige Militärdiktaturen wie Griechenland, Spanien und Portugal sind so (1981 und 1986) zu tragenden Partnern geworden, vor fünf Jahren die exkommunistischen Länder Osteuropas. Ob das mit der Türkei einmal gelingen wird, ist schwer abzusehen. Aber eines ist sicher: Zu den wichtigsten Fragen zu schweigen ist fahrlässig. So überlässt man den Gegnern der Türkei &#8211; und letztlich der EU &#8211; allzu billig das Feld. Und verspielt am Ende die Chance, den Raum von Freiheit und Recht auszudehnen.  (Thomas Mayer/DER STANDARD, Printausgabe, 6.5.2009)</p>
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		<title>Millionenvilla für 1000 Franken im Monat</title>
		<link>http://www.allekredit.com/millionenvilla-fur-1000-franken-im-monat/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 03:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kredit]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank tiefer Hypothekarzinsen ist privates Wohneigentum für viele Leute erschwinglich geworden. Aber es gilt dennoch: Zuerst sorgfältig budgetieren, erst dann kaufen.
Ein hübsches Haus für eine Million Franken besitzen und doch nur Zinsen von weniger als 1000 Franken im Monat zahlen? Was wie ein Märchen klingt, ist dank rekordtiefer Zinsen derzeit möglich, theoretisch zumindest. So sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dank tiefer Hypothekarzinsen ist privates Wohneigentum für viele Leute erschwinglich geworden. Aber es gilt dennoch: Zuerst sorgfältig budgetieren, erst dann kaufen.</strong></p>
<p>Ein hübsches Haus für eine Million Franken besitzen und doch nur Zinsen von weniger als 1000 Franken im Monat zahlen? Was wie ein Märchen klingt, ist dank rekordtiefer Zinsen derzeit möglich, theoretisch zumindest. So sieht die Rechnung aus: Bei 200&#8242;000 Franken Eigenkapitaleinsatz muss der Käufer eine Hypothek über 800&#8242;000 Franken aufnehmen. Der Geldmarktzins Libor lag Ende letzter Woche bei 0,4 Prozent; zuzüglich einer Kundenmarge von 0,7 Prozent kostet eine Libor-Hypothek also nur 1,1 Prozent. Bei einer Hypothek über 800&#8242;000 Franken entspricht dies jährlichen Zinsen von 8800 Franken oder nur 733 Franken pro Monat.</p>
<p>Dem Eigenheimmarkt scheint sich dank dieser Konstellation tatsächlich ein neues Segment Käufer zu erschliessen. Adrian Wenger, Finanzierungsberater beim VZ (Vermögenszentrum), sagt dazu: «Es kommen vermehrt Kunden, die zuvor Mieter waren, aber derzeit keine passende Wohnung zu einem zahlbaren Preis finden.» Wenn sie die Zinsrechnung anhand einer Eigentumswohnung aufstellen, realisieren sie rasch einmal, dass sie Kaufen günstiger kommt als Mieten.</p>
<p>Wo liegt die Schmerzgrenze?</p>
<p>Natürlich hat die Sache einen grossen Haken, und zwar insofern, als jede Immobilie nicht nur gerade jetzt, sondern langfristig finanzierbar sein muss. «Der Libor kann sehr schnell auf fünf oder sechs Prozent steigen», warnt Adrian Wenger vom VZ. Eine Libor-Hypothek auf Basis des 3-Monats-Libors erfährt, wie der Name sagt, alle drei Monate eine Zinsanpassung an den aktuellen Geldmarkt. In Phasen steigender Zinsen können die Kosten im Nu die Schmerzgrenze erreichen. Für Haushalte, die keine grossen finanziellen Reserven haben, kommt ein Kauf mit einer solchen Geldmarkthypothek gar nicht erst in Betracht. «Für solche Kunden ist die Sicherheit von Festhypotheken das Richtige», so Wenger.</p>
<p>Nur wer die Risiken tragen kann, oder sie mit Zinsabsicherungen limitiert, sollte die Variante mit Libor-Hypotheken ernsthaft prüfen. Erstaunlicherweise findet das Produkt aber nach wie vor wenig Verbreitung &#8211; nicht zuletzt weil es von den Banken gar nicht gross beworben wird. Die Vermutung liegt nahe, dass viele Bankberater ihren Kunden die etwas teureren Festhypotheken ans Herz legen &#8211; wenn die Bank auf der Passivseite Spargelder zum Beispiel zu 0,5 Prozent verzinst, gewährt sie lieber eine Festhypothek zu 2,5 statt eine Libor-Hypothek zu 1,1 Prozent.</p>
<p>Wer von den tiefen Geldmarktzinsen profitieren will, sollte auf Libor-Hypotheken setzen und nicht etwa auf kurzfristige Festhypotheken von ein bis zwei Jahren Vertragsdauer. Denn diese sind deutlich teurer und bieten doch nur eine zeitlich sehr begrenzte Sicherheit. Wenn schon Festhypotheken sind jetzt solche mit langen Laufzeiten das Gebot der Stunde &#8211; jedenfalls für alle, denen an Budgetsicherheit gelegen ist. In der Regel ist es zweckmässig, unterschiedliche Laufzeiten zu staffeln und damit die Chancen und Risiken besser zu «diversifizieren». Auch die klassische variable Hypothek kann im Rahmen einer Gesamtstrategie sinnvoll sein, vor allem der Flexibilität wegen. Wer Amortisationen leisten will oder an einen Verkauf denkt, ist damit gut bedient.</p>
<p>Im Übrigen sind die üblichen «goldenen Regeln» in der Hausfinanzierung zu beachten. Das heisst: Mindestens 20 Prozent mit Eigenkapital finanzieren und darauf achten, dass die regelmässigen Kosten für Zinsen, Amortisationen und Nebenkosten nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Für diese Tragbarkeitsrechnung sollte man unbedingt einen langfristigen Durchschnittszins von 5 Prozent einsetzen. Als grobe Orientierungshilfe eignet sich auch die 6-Prozent-Regel, wonach ein Haus längerfristig inklusive Zinsen und Nebenkosten etwa 6 Prozent des Kaufpreises kostet.<br />
(Tages-Anzeiger)</p>
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		<title>Heidenreich-Nachfolger gehen auf Sendung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 03:57:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Vorleser&#8221; statt &#8220;Lesen!&#8221;: Im Sommer zeigt das ZDF erstmals seine neue Literatursendung mit Amelie Fried und Ijoma Mangold &#8211; Analogien zum fast gleichnamigen Schlink-Bestseller sind ausdrücklich nicht gewollt.
Am 10. Juli strahlt das ZDF erstmals sein neues Literaturmagazin &#8220;Die Vorleser&#8221; aus. Moderatoren sind Amelie Fried und Ijoma Mangold: eine fernseherfahrene Bestsellerautorin und ein vergleichsweise junger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die Vorleser&#8221; statt &#8220;Lesen!&#8221;: Im Sommer zeigt das ZDF erstmals seine neue Literatursendung mit Amelie Fried und Ijoma Mangold &#8211; Analogien zum fast gleichnamigen Schlink-Bestseller sind ausdrücklich nicht gewollt.</strong></p>
<p>Am 10. Juli strahlt das ZDF erstmals sein neues Literaturmagazin &#8220;Die Vorleser&#8221; aus. Moderatoren sind Amelie Fried und Ijoma Mangold: eine fernseherfahrene Bestsellerautorin und ein vergleichsweise junger, aber schon anerkannter Literaturkritiker &#8211; für eine Sendung, die nicht nur Elke Heidenreichs &#8220;Lesen!&#8221;, sondern auch das &#8220;Literarische Quartett&#8221; beerbt, eine beinahe schon ideale Kombination aus Popularität und Anspruch.</p>
<p>Ein Bezug des Titels zu &#8220;Der Vorleser&#8221;, dem Roman von Bernhard Schlink, sei nicht gewollt, so ein Sprecher des ZDF auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE. Tatsächlich wäre eine derartige Analogie für eine Literatursendung im deutschen Fernsehen eine gewisse Hypothek: Schlinks Buch dreht sich um das Verhältnis eines jungen Mannes zu einer früheren KZ-Wärterin.<br />
Es gehe beim Titel &#8220;Die Vorleser&#8221; vielmehr darum, zu verdeutlichen, dass beide Moderatoren die Bücher vor ihren Zuschauern lesen würden &#8211; auch vorgelesen werden solle in der Sendung nicht unbedingt, so das ZDF.</p>
<p>Den titelgebenden Imperativ der Vorgängersendung &#8220;Lesen!&#8221; dagegen hatte man immer wörtlich nehmen dürfen: Deren Moderatorin Elke Heidenreich gefiel sich so sehr in der Rolle der Buchtipps gebenden besten Freundin ihrer Zuschauer, dass die Buchbranche beinahe kollektiv in Panik geriet, als &#8220;Lesen!&#8221; im Herbst 2008 nach einem Streit Heidenreichs mit dem ZDF ins Internet umziehen musste.</p>
<p>ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut sagte, Fried und Mangold seien zwei Gesichter, &#8220;die engagiert und glaubwürdig Lust auf Lesen machen werden&#8221;. &#8220;Die Vorleser&#8221; wird im Hamburger Hafen aufgezeichnet und soll sechs- bis achtmal im Jahr ausgestrahlt werden.<br />
Amelie Fried, geboren 1958, moderiert seit 1998 zusammen mit dem &#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Talkshow &#8220;3<br />
nach 9&#8243; . Außerdem hat sie Unterhaltungsromane wie &#8220;Traumfrau mit Nebenwirkungen&#8221; geschrieben.</p>
<p>Ijoma Mangold (Jahrgang 1971) war Literaturredakteur der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; und wechselte im April 2009 ins Feuilleton der &#8220;Zeit&#8221;.</p>
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		<title>Staat soll bald wieder Schiedsrichter sein</title>
		<link>http://www.allekredit.com/staat-soll-bald-wieder-schiedsrichter-sein/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 03:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kredit]]></category>

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		<description><![CDATA[Tauberbischofsheim. Seit Juni 2008 ist Gerhard Stratthaus nicht mehr baden-württembergischer Finanzminister, allerdings immer noch Mitglied des Landtags und Mitglied des Leitungsausschuss des Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) &#8211; also nach wie vor ein kompetenter Ansprechpartner in Finanzfragen. Grund genug für den Wirtschaftsrat Deutschland, Sektion Main-Tauber, den CDU-Politiker am Dienstag zu einem Vortrag in die Sparkasse Tauberfranken einzuladen. Dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tauberbischofsheim. Seit Juni 2008 ist Gerhard Stratthaus nicht mehr baden-württembergischer Finanzminister, allerdings immer noch Mitglied des Landtags und Mitglied des Leitungsausschuss des Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) &#8211; also nach wie vor ein kompetenter Ansprechpartner in Finanzfragen. Grund genug für den Wirtschaftsrat Deutschland, Sektion Main-Tauber, den CDU-Politiker am Dienstag zu einem Vortrag in die Sparkasse Tauberfranken einzuladen. Dort referierte Stratthaus vor rund 100 Besuchern über das Thema &#8220;Soziale Marktwirtschaft in der Krise: Wie viel Staat können wir uns erlauben?&#8221;.</p>
<p>Die Frage beantwortete der 67-Jährige zum Ende seines knapp einstündigen Referats: Der Staat sollte alsbald wieder seine Rolle Spieler verlassen und wieder als Schiedsrichter fungieren. Derzeit habe der Staat eine Heldenrolle inne, weil er mit großzügigen Finanzspritzen sowohl Banken als auch Unternehmen rettet und mit Hilfe von Konjunkturprogrammen die Wirtschaft wieder ankurbeln will. Allerdings sei der Staat nach wie vor nicht der bessere Banker und es sei auch nicht seine primäre Aufgabe, den Wettbewerb zu schaffen, aber seine Rahmenbedingungen.</p>
<p>Stratthaus schlug die Brücke zur Wirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre und zeigte auf, inwiefern man aus alten Fehlern lernen sollte. Es sei nicht richtig gewesen, damals Banken pleite gehen zu lassen. Der Politiker verteidigte die Entscheidung der Bundesregierung, Kreditinstituten Gelder zur Verfügung zu stellen, damit der Finanzstrom weiter fließen kann. &#8220;Das muss erhalten bleiben, ähnlich dem Blut im Körper&#8221;, verglich Stratthaus anschaulich. Aber: Man dürfe nicht die selben Fehler machen wie der eigentlichen Verursacher der Finanzmarktkrise, als den Stratthaus ganz klar die USA deklarierte. Jahrelang habe man dort auf Kosten der anderen gelebt und sich nur so lange über Wasser halten können, weil der Dollar die Leitwährung ist.</p>
<p>Das Verschulden der Menschen sei schon seit vielen Jahren, allerdings nachdrücklicher nach dem 11. September 2001 aus Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung von der US-Notenbank gefördert worden. Gespart worden sei so gut wie nichts, dafür sei vor allem Wohneigentum gefördert worden.</p>
<p>Noch nicht abbezahlte Häuser seien durch weitere Hypotheken belastet worden, damit sich der Eigentümer noch das schöne Auto oder den Traumurlaub leisten könne. Kreditzinsen seien in den USA sogar steuerlich absetzbar, als einziges Pfand sei das Haus übrig geblieben, das der Schuldner beim Handtuchwerfen einfach der Bank überlassen habe, ohne selbst zu haften &#8211; anders als in Deutschland.</p>
<p>Die Banken wiederum hätten ihre Kredite gebündelt und als &#8220;commercial papers&#8221; an der Börse weiterverkauft. &#8220;Übrigens auch an viele deutsche Banken&#8221;, sagte Stratthaus im Blick unter anderem auf die Bayerische Landesbank. Jahrelang habe in den USA der Spruch gegolten, Banken seien &#8220;too big to fail&#8221;, in deutsch: zu groß zum umfallen. Die Lehmann Brothers-Bank war dann aber die erste, die aufgrund der immer größer werdenden Blase an Krediten, denen kein tatsächlicher Wert mehr gegenüber steht, weil der Gegenstand mittlerweile völlig überbewertet war, trotzdem umgefallen ist.</p>
<p>Vertrauen ist am wichtigsten<br />
Und damit eine Lawine ausgelöst hat: Keine Bank traute mehr der anderen, Kredite wurden nicht mehr gegeben. &#8220;Das Wort ,Kredit&#8217; kommt vom lateinischen ,credere&#8217;, was ,glauben&#8217; bedeutet. Vertrauen ist also der wichtigste Begriff in der Finanzpolitik. Ist kein Vertrauen mehr vorhanden, geht nichts mehr&#8221;, skizzierte der CDUler den Hergang der Krise.</p>
<p>Als Maßnahme habe der deutsche Staat mittlerweile Garantien in Höhe von 400 Milliarden Euro für Banken zugesagt sowie weitere 80 Milliarden an Eigenkapitalzulagen. Bislang seien 150 Milliarden Euro davon geflossen. Noch offen sei die Frage, was mit den sogenannten &#8220;toxischen Papieren&#8221; passiere &#8211; die Papiere, die in der Realität weit vom Nennwert abweichen.</p>
<p>Von der Schaffung einer eigenen &#8220;bad bank&#8221;, die diese Papiere verwaltet, sei in diesem Moment in Berlin die Rede, während er hier spreche, und eigentlich sollte auch Stratthaus an der Sitzung teilnehmen. &#8220;Aber was ist schon Berlin gegen die Sparkasse Tauberbischofsheim&#8221;, scherzte Stratthaus.</p>
<p>Auf alle Fälle dürfe auf Dauer nicht der &#8220;Teufel mit dem Beelzebub&#8221; ausgetrieben werden, wie der Politiker das derzeitige Schuldenmachen des Staates beschrieb. Das sei vorübergehend okay, solle aber nicht zur Regel werden. Wohin das führe, könne man an den USA sehen.</p>
<p>Als Lehre für die Zukunft solle gezogen werden, dass nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Banken sich selbst auf die Probe stellten sollten und vor Neuordnungen nicht zurückweichen dürfen. Vor allem gelte das für die Landesbanken, deren Kapazitäten zurückgefahren werden müssten. Der Finanzmarkt werde bis zum Ende des Jahres wieder einigermaßen im Kurs sein, die Unternehmen bräuchten aber wohl noch einige Jahre.</p>
<p>&#8220;In Zukunft müssen wir im Wettbewerb besser sein. Billiger werden können wir wohl nicht&#8221;, schloss Stratthaus seinen Vortrag, dem sich eine rege Diskussion anschloss.</p>
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